Aus Nachsicht wird ein langer Einsatz
rund 50 Helfer müssen Decke öffnen
24.02.2013 13:30 Uhr
Kümmersbruck.
Zu einer Nachsicht wurde die Feuerwehr Haselmühl am Samstag Morgen gegen 08:35 Uhr gerufen. Aus einem Zuluftrohr für einen offenen Kamin des Schlosses in Haselmühl im Landkreis Amberg-Sulzbach drang dichter Rauch. Mit Hilfe eines Hochdrucklöschgeräts konnten die Einsatzkräfte daraufhin ein Glutnest in dem Rohr löschen, anschließend wurde der betroffene Bereich mit Hilfe der Wärmebildkamera kontrolliert und die Einsatzstelle wieder verlassen. Gegen Mittag kontrollierte der zuständige Kreisbrandinspektor den Brandort vom Morgen erneut mit der Wärmebildkamera, wobei er feststellte, dass sich die Decke erneut in einem größeren Bereich erhitzt hatte.

Die Feuerwehr musste daraufhin erneut anrücken, diesmal wurde durch die Helfer ein Teil der Decke und des dahinter liegenden Fehlbodens, der aus einem Geflecht aus Lehm und Heu bestand, entfernt. Darin kam dann ein Glutnest zum Vorschein, das wieder mit dem Hochdrucklöschgerät bekämpft wurde, bevor die Feuerwehr gegen 16:00 Uhr wieder abrücken konnte.

Am Sonntag gegen 03:44 Uhr wurde dann die Feuerwehr erneut gerufen. Die Bewohner waren durch
Rauchmelder alarmiert worden. Beim Eintreffen der Feuerwehr drang dichter Rauch aus dem Kamin und der Kellerdecke. Daraufhin wurde durch die Feuerwehren Haselmühl und Kümmersbruck das Gebäude belüftet und zeitgleich damit begonnen, die Kellerdecke großflächig aufzureißen. Hierbei kamen immer wieder neue Glutnester zum Vorschein, die abgelöscht werden mussten. Da die Helfer zu diesen Arbeiten Gerüste und Arbeitsplattformen benötigten, sowie eine Abstützung der Decke notwendig war, wurden gegen 07:00 Uhr zusätzlich die Feuerwehr Ebermannsdorf und das Technische Hilfswerk alarmiert.

Im Laufe des Sonntag Vormittages entfernten die rund 50 Einsatzkräfte dann großflächig die Zwischendecke, um jegliche weitere Brandgefahr auszuschließen. Der Einsatz konnte gegen13:30 Uhr beendet werden. Wie die Glutnester in dem eigentlich zur Luftzuführung gedachten Rohr entstehen konnten, ist zur Stunde unklar.
Autor: (bk / pm) - zuletzt aktualisiert: 24.02.2013 13:30 Uhr
 

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