Sommergewitter mit heftigen Sturmböen über der Oberpfalz
Wasserwacht muss 15 Personen retten
04.08.2013 15:35 Uhr
Oberpfalz.
Ein Gewitter mit Starkregen und heftigen Sturmböen zog am Sonntag zwischen 14:30 Uhr und 17:00 Uhr von Südwesten nach Nordosten über die Oberpfalz. Über Notruf gingen in den verschiedenen Einsatzzentrale mehrere hundert Anrufe ein, die alleine beim Polizeipräsidium Oberpfalz zu mehr als 140 Einsätzen führten. Bei der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz liefen zwischen 15:50 Uhr und 18:30 Uhr 278 Notrufe auf, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk hatten hier insgesamt 152 Einsätze abzuarbeiten. Vier Personen wurden in einer Freizeiteinrichtung in Pleystein durch einen umgestürzten Baum leicht verletzt und in ein Klinikum verbracht.

Eine brenzlige Situation entstand durch die heftigen Sturmböen auf dem Steinberger See nahe Schwandorf. Hier wurden zahlreiche Personen mit Segel- und Ruderbooten auf dem See überrascht und kenterten. Um 15:35 Uhr wurden die Wasserwachten des Landkreises Schwandorf alarmiert, anfangs war nach Auskunft des Einsatzleiters von einem gekenterten Segelboot die Rede. Vor Ort mussten die rund 50 Helfer aber feststellen, dass mehrere Personen auf Segel- und Tretbooten in Not waren. Mit insgesamt vier Booten wurden rund 15 Personen von den Teils gekenterten Booten gerettet und in der Unterkunft der Wasserwacht am Steinberger See versorgt. Ernsthaft verletzt wurde dabei niemand.

Durch den Sturm waren auch zahlreiche Bäume umgestürzt, auf vielen Straßen war kein Durchkommen mehr. Feuerwehren waren im Dauereinsatz, um die Straßen wieder befahrbar zu machen. In Luhe wurden mehrere Bäume durch den Sturm umgeknickt. Einige davon fielen auch in Stromleitungen,
was zu einem Stromausfall in der ganzen Gemeinde führte. Auch in Nabburg gab es einen längeren Stromausfall. Die Straße von Kettnitzmühle nach Grünau musste aufgrund umgestürzter Bäume zeitweise gesperrt werden. In Saltendorf stürzte ein Baum auf das Dach eines Wohnhauses, dieser musste von der Feuerwehr mit Hilfe der Drehleiter entfernt werden.

Am Abend gegen 19:00 Uhr mussten die Wasserwachten des Landkreises Schwandorf erneut ausrücken. Ein Wanderer hatte ein am Südufer des Eixendorfer Stausees gestrandetes und gekentertes Segelboot entdeckt. Nach Angaben des Vorsitzenden des naheliegenden Yachtclubs gehört das Boot einem 58 jährigen Vereinsmitglied aus der Rodinger Gegend. Da der Besitzer weder telefonisch erreicht, noch an seiner Wohnung angetroffen wurde, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass der Mann während des Gewitters über Bord gegangen war. Daraufhin wurde eine großangelegte Suchaktion gestartet. Noch während der Absuche meldete sich die Ehefrau des Bootseigners bei der Polizei. Sie teilte mit, dass sie mit ihrem Ehemann beim Segeln war, als der Sturm losbrach. Nachdem ein Segel riss und das Boot kenterte, konnten beide sich schwimmend ans Ufer retten. Sie fuhren mit dem Auto nach Hause um sich umzuziehen. Beide waren unverletzt geblieben. Die Suchmaßnahmen konnten daraufhin abgebrochen werden, das Boot wurde durch die Wasserwacht geborgen.
Autor: (bk) - zuletzt aktualisiert: 04.08.2013 15:35 Uhr
 

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04.08.13
Sommergewitter mit heftigen Sturmböen über der Oberpfalz

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Pressemeldungen
 
Bei nachfolgenden Informationen hier im Abschnitt Pressemeldung handelt es sich um Pressemitteilungen. Der Urheber ist in der Regel in der Überschrift oder im Anschluss an den Text genannt. Diese werden von Behörden und Organisationen zu aktuellen Ereignissen herausgegeben. Diese werden von uns nur zitiert - eine Änderung, Streichung oder Ergänzung der Inhalte steht uns nicht zu.
Pressemitteilung Polizeiinspektion Neunburg
vom 04.08.2013 Stand 20:30 Uhr

Nach Sturm gekentertes Segelboot am Eixendorfer Stausee aufgefunden

Zu einer großangelegten Suche nach eventuell gekennterten Personen kam es am Sonntag, 04.08.13, gegen 19:00 Uhr am Eixendorfer Stausee. Ein Wanderer hatte ein am Südufer des Eixendorfer Stausees gestrandetes und gekentertes Segelboot entdeckt. Da etwa 2 Stunden vorher ein gewaltiger Sturm in dieser Gegend gewütet hatte, war nicht auszuschließen, dass die Besatzung gekentert war. Nach Angaben des Vorsitzenden des naheliegenden Yachtclubs gehört das Boot einem 58jährigen Vereinsmitglied aus der Rodinger Gegend.

Da der Besitzer weder telefonisch erreicht werden, noch an seiner Wohnung angetroffen werden konnte, wurde eine großangelegte Suchaktion gestartet. Im Einsatz waren die Wasserwachten der Ortsgruppen Neunburg vorm Wald, Schwarzenfeld, Burglengenfeld, Teublitz und Nittenau mit Motorbooten und Tauchern. Auch war BRK vor Ort. Während der Absuche meldete sich die Ehefrau des Bootseigners bei der Polizei. Sie teilte mit, dass sie mit ihrem Ehemann beim Segeln war, als der Sturm losbrach. Nachdem ein Segel riß und das Boot kenterte, konnten sie sich schwimmend ans Ufer retten. Sie fuhren mit dem Pkw nach Hause um sich um zu ziehen. Beide waren unverletzt geblieben. Das Boot wurde durch den Vereinsvorsitzenden unter Mithilfe der Wasserwacht geborgen. Die Schadenshöhe am Boot ist noch nicht bekannt, dürfte aber relativ gering sein.


Pressemitteilung der Einsatzzentrale
vom 04.08.2013 Stand 17:40 Uhr

Unwetter zieht über die Oberpfalz

Gewitter mit Starkregen und heftigen Sturmböen zogen am Sonntag, 4. August 2013, zwischen 14.30 Uhr und 17.00 Uhr, von Südwesten nach Nordosten, über die Oberpfalz. Über Notruf gingen in der Einsatzzentrale ungezählte Anrufe ein, die zu mehr als 140 Einsätzen führten. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt oder abgebrochen und blockierten die Fahrbahnen. Die Bahnstrecke Weiden - Regensburg musste im Bereich Luhe und Pfreimd, vorübergehend, gesperrt werden, da Bäume auf den Gleisen lagen. Mehrere PKW wurden durch umstürzende Bäume oder Verkehrszeichen beschädigt.

In der Kirchfeldallee in Regensburg deckte der Sturm die Blechdächer mehrerer Rohbauten ab. Der Schaden ist beträchtlich, kann aber noch nicht beziffert werden. Auch beschädigte Stromleitungen, sowie überflutete Fahrbahnen und vollgelaufene Keller wurden gemeldet. Personen kamen nicht zu Schaden.
 

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