Zwei Pferde stürzen in Güllegrube unter dem Stall
Tiere nach fast 5 Stunden in aufwendiger Rettungsaktion befreit
11.06.2012 20:00 Uhr
Schmidgaden.
Zwei Wallache mussten am Montag Abend durch rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk in einer aufwendigen Rettungsaktion aus einer Güllegrube befreit werden. Die beiden auf einem Reiterhof in Trisching untergebrachten Tiere waren aus bisher unbekannter Ursache in eine Güllegrube unter ihrem Stall gestürzt. Die rund 3 mal 2 Meter große Öffnung war eigentlich durch Türen und einen Holzdeckel gesichert, wie die Pferde dort hinunter stürzen konnten, ist bisher unklar. Bemerkt wurde der Unglücksfall kurz nach 20:00 Uhr.

Die beiden Tiere standen in dem Kellergeschoss des rund 15 mal 10 Meter großen Gebäudes in der Mitte des Raumes rund 170 Zentimeter tief in einem Gemisch aus Wasser und Gülle. Die alarmierte Feuerwehr aus Trisching forderte sofort Nachbarfeuerwehren an, um zu aller erst die Gülle abzupumpen und mit Überdrucklüftern die im Kellergeschoß befindliche Güllegrube zu belüften. Mit mehreren Schlauchleitungen und Pumpen wurden dann über 60.000 Liter der braunen Flüssigkeit abgepumpt und mit Güllefässern abtransportiert. Diese Aktion dauerte rund 3 Stunden, da immer wieder Flüssigkeit nachlief.

Für die Rettung der Tiere hatte die Einsatzleitung der Feuerwehr auch das Technische Hilfswerk angefordert, da der einzige Zugang zu dem Kellergeschoss in einem Seitengang des Stalls lag und die über dem Keller liegende Betondecke dem Gewicht schwerer Maschinen vermutlich nicht stand gehalten hätte. Außerdem standen die Tiere mittig im Raum und reagierten sehr scheu auf die Helfer.
Die Idee, mit schwerem Gerät ein Loch an der Außenwand zu graben und von dort einen Zugang zu schaffen, musste auch verworfen werden, da dies eine lange Zeitspanne in Anspruch genommen hätte.

Den Besitzerinnen der Tiere gelang es dann, diese zu beruhigen und in Richtung Schachtöffnung zu führen. Alsdann wurde entschieden, die beiden Pferde über diese Öffnung zu retten. Dazu versuchten die Einsatzkräfte, einen langen Ladekran von einem vor dem Eingang abgestellten THW-Lastwagen über dem Loch zu positionieren, was aber nicht gelang, da der Haken zu nahe am Boden war. Daraufhin wurde das Dach an einer Stelle geöffnet und so konnte der Ladekran genau über dem Loch oberhalb der Schachtöffnung in Stellung gebracht werden. Ein Tierarzt stellte daraufhin die beiden Pferde ruhig und es gelang den Einsatzkräften nach fast fünf Stunden, die Tiere nacheinander aus der Grube zu heben. Die beiden Wallache sind nach einer ersten Untersuchung durch den Tierarzt wohlauf.

Sowohl die Besitzerinnen der Tiere und des Reitstalls, als auch die Einsatzkräfte, waren nach der gelungenen Rettungsaktion glücklich über den Erfolg, der erst durch das reibungslose und sehr professionelle Zusammenspiel der Helfer von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk möglich wurde.
Autor: (bk) - zuletzt aktualisiert: 11.06.2012 20:00 Uhr
 

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11.06.12
Zwei Pferde stürzen in Güllegrube unter dem Stall

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Pressemeldungen
 
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Pressebericht Polizeipräsidium Oberpfalz
vom 12.06.2012

Spektakuläre Rettung zweier Pferde aus Kellergewölbe

TRISCHING (LKRS SCHWANDORF). Nachdem zwei Pferde in ein Kellergewölbe eingebrochen waren, mussten sie aus 1,70 Meter tiefem Wasser geborgen werden. Einen außergewöhnlichen Einsatz gab es für die Rettungskräfte am Montagabend in Trisching.

Gegen 20 Uhr wurde mitgeteilt, dass zwei Pferde in ein mit Grundwasser gefülltes Kellergewölbe eingebrochen waren. Zwei Pferde waren in einer Halle untergebracht, unter der sich das Kellergewölbe einer ehemaligen Ziegelei befindet. Durch die Tiere wurde eine Abdeckung aus Holz beiseite geschoben und sie stürzten in das Kellergewölbe. Dort standen sie dann bis zum Hals im Wasser, das etwa 1,70 Meter tief war.

Zunächst hatten die Feuerwehren versucht, das Wasser abzupumpen. Dies misslang, weil immer neues Wasser von außen nachlief. Das THW stand zur Bergung der Tiere bereit. Zwischenzeitlich wurde ein Bagger organisiert, der eine Außenmauer abbrechen sollte, um an die Pferde zu kommen.
Nachdem dies aber nicht möglich war, wurden die Pferde unter tierärztlicher Betreuung vom THW mit Gurten aus ihrer misslichen Lage gehoben. Dabei erlitt ein Tier Schürfwunden, die sofort versorgt werden konnten.

Anwesend waren die Feuerwehren aus Trisching, Nabburg und Freudenberg mit etwa 60 Mann, dazu 20 Hilfskräfte des THW Nabburg und Schwandorf. Unterstützt wurden die Rettungsarbeiten von zwei Landwirten, die das abgepumpte Wasser mit ihren Güllefässern wegfuhren. Ein Mann musste ambulant behandelt werden, da er als Zuschauer kollabiert war. An den Rettungsarbeiten war er nicht beteiligt.
 

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